Stimme und Bandha von Marietheres Görgen

März 20, 2014 By In Der offizielle aya Blog Kommentare deaktiviert für Stimme und Bandha von Marietheres Görgen

 

 

 

Stimme und Bandhas

Die Stimme spiegelt die Persönlichkeit eines Menschen, seinen Entwicklungsstand.

Immer. Ob er  spricht, singt, summt, schreit, ruft, lacht, weint, und im Schweigen, welches sich immer in der Einatmung zeigt.

Ob man es wahrnimmt oder nicht, in dem Moment, wo jemand seine Stimme benutzt, erfahren wir, was dieser Jemand für ein Mensch ist.

Wenn ich uddiyana-bandha und mula-bandha benutze, trainiert sich die Kraft des Zwerchfells.

Zwerchfell und Rippen können gemeinsam den Atemdruck, der von unten auf die Stimmbänder wirkt, regulieren.

Das geschieht in der Regel intuitiv, kann aber nach einiger Zeit ins Bewusstsein vordringen und aktiv eingesetzt werden. Man merkt, dass die Stimme gleichzeitig kräftiger, weicher, farbiger wird. Eine im Uddiyana-bandha gefühlt verankerte Sprech-oder Singstimme spiegelt den Menschen in seiner Befindlichkeit, weil sie unter anderem – wie ein Violoncello- die Resonanzräume des Körpers nutzt, weil die natürlichen Schwingungen der Stimme sich intensivieren.

Wenn man eine Ujjayii-Einatmung macht, und dann anstatt auf Ujjayi auszuatmen, einen Ton summt, dabei die Bandhas hält, und diesen Ton immer wieder summt, sagen wir fünfzig mal, und nach jedem Summton in Ruhe wieder einatmet,  spürt man nach kurzer Zeit, wie dieser Ton bestimmte Körperregionen zum Schwingen bringt, ein tieferer Ton wirkt zum Beispiel mehr aufs Becken, ein höherer mehr auf den Hals oder den Brustkorb.

Dann merkt man vielleicht, dass man beim Sprechen sich mehr anstrengt, als nötig wäre, dass man sozusagen mit seiner Stimme nicht hundertprozentig „bei sich“ ist, sondern sich hat herausziehen lassen aus seiner Persönlichkeitsmitte, weil eventuell der Mensch, mit dem man spricht, ungesunde Sprachfunktionsmuster benutzt, und man sie versehentlich übernimmt, ohne es zu merken.

Wenn die Bandhas gut sitzen, sitzt die Stimme gut in der Körper- und Wesensmitte, man muss sich selber nur immer gut angucken, dann bemerkt man das und kann es bewusst wiederholen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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