Ein Individuum ist bereit zu lernen, wenn es persönlich betroffen ist

September 26, 2011 By In Blog über die 2. Serie No Comment

Beate

Wie kommt es, dass dein linkes Knie schmerzt, und zuvor Achillessehne und unterer Rücken wehtaten?

Anne

Ja, Beate, das ist ja jetzt ein ganz übler Trick, dass ich die Antwort selber geben soll. Mit dem Fragenstellen fühle ich mich wirklich wohler :-)) Aber ich versuchs mal mit meinen Worten und in der Hoffnung, dass das Ganze auch andere Leute interessiert, weil es ja letztlich nicht um mein Knie geht, sondern, so denke ich jedenfalls, um eine Art von Einbruch, den viele nach einiger Zeit hoffnungsvoller Fortschritte erleben.

Also, wie kommt es? Ich denke, weil man die Kompexität dessen unterschätzt, was man beim Yoga macht. Für Leute, die von sich aus ziemlich beweglich sind, ist es zum Beispiel sehr einfach, zu übersehen, dass sie zwar von Anfang an relativ viele Asanas irgendwie hinbiegen können, dass ihnen aber die stabile Basis dafür fehlt. Um etwas aufzugreifen, was du mir letztens gesagt hast: Wenn man an der Peripherie des Körpers viel einrichten kann, vergisst man leicht, dass das Zentrum entscheidend ist. Man vergisst die Körpermitte. Man vernachlässigt die Bandhas, die Rückenmuskeln und die Schultern. Und in der Folge dann auch die korrekte Ausrichtung der Gelenke.
Heißt unterm Strich: Welcome back bei den Sonnengrüßen 🙂

Ich schaue jetzt noch mal die alten Posts durch, um die Stellen zu identifizieren, wo für Leute wie mich vermutlich schon alles Relevante gesagt wurde. Ergebnis in den nächsten Tagen …

Und hier meine Ergebnisse. Eigentlich nicht verwunderlich, aber in fast allen Posts, die sich mit der 1. Serie befassen, finde ich hilfreiche Hinweise, um zum Beispiel mein Knie besser zu verstehen. Hier für alle, die es auch nochmal nachlesen wollen, die einschlägigen Daten mit Stichworten, worum es da geht:

14.2.2010: Schritt-für-Schritt!
28.3.2010: Nicht durchbrettern!
24.4.2010: Ujjayi, bhandas, drishti
5.5.2010: Leistungsgedanken zurückstellen!
16.6.2010: Schritt für Schritt!
Juli bis November 2010: Emotionale Belastungen und die therapeutische Wirkung der 1. Serie
Januar 2011: Die sechs wichtigsten Asanas der 1. Serie (die man braucht, um eine gefestigte Basis zu haben)

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