Bereit für die zweite Serie

November 3, 2010 By In Blog über die 2. Serie No Comment

Anne

Ich bin sehr gespannt, weil ich den Eindruck habe: Jetzt sind wir an der Schwelle zur 2. Serie. Aber vielleicht könntest du noch einmal zusammenfassen: Wann ist jemand bereit dafür?

Beate

Die 2. Serie kann angegangen werden, wenn die asana-s und vinyasa-s der 1. Serie ihre gesundheitsfördernde Aufgabe erfüllt haben, und die Übenden keine Alltagsschäden mehr mit sich tragen. Dazu zählen auch Krankheitsbilder wie Bandscheibenvorfälle, Knie- und Hüftge-lenksprobleme oder Nacken- und Schulterbeschwerden, die sich alle durch das vinyasa-krama der 1. Serie auflösen.
Dabei müssen die Positionen so eingenommen werden, dass sie zum korrekten asana führen. Variationen, die den Sinn des asana nicht mehr an den Körper übermitteln können, sollten nicht geübt werden. Sie zerren an den falschen Stellen und lassen eine Information des asanas an den Körper und vom Körper an den Geist des Übenden nicht zu.
Der Aufbau der Serie muss in Absprache mit den Lehrenden geschehen, die angeben, wann ein weiteres Asana entsprechend dem Individuum zugefügt werden kann. Es ist nicht gestattet, nach eigenem Gutdünken die Serie aufzubauen, oder alle Positionen mehr oder weniger gut einfach zu praktizieren.
Die Positionen müssen eine nach der anderen nach korrekt gemeistert worden sein. Die Psyche sollte keinen größeren Schwankungen unterliegen. Die 1. Serie muss einen auf bandhas, ujjayi und drishti konzentrierten recht schnellen Flow aufweisen und dadurch den entspannenden Effekt für den Geist erzielen. Während der 1. Serie sollte der Geist des Übenden in vollkommenenr Konzentration verbleiben können. Die verhaftungslose, meditative Praxis ist dann Ashtanga Yoga. Entspannung ergibt sich durch ein Verbleiben im jeweiligen Moment, in der Gegenwart. Dies ist die einzige Möglichkeit für den Menschen, sein Leben stressfrei zu meistern.
vyutthāna-nirodha-saṃskārayor-abhibhava-prādurbhāvau nirodha-kṣaṇa-cittānvayo nirodha-pariṇāmaḥ

Patanjali 3,9 Die Umwandlung des zerstreuten Geistes in Phasen der Leere individueller Gedankentätigkeit geschieht dann, wenn sich das Bewusstsein mit einer Phase der Leere verbindet und sich zwischen dem Kreisen der individuellen Gedanken für die Leere entscheidet.
3,10 tasya praśānta-vāhitā saṃskārāt
Daraus entsteht ein positiver Eindruck der Stille und das fließen von Gemütsruhe.

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